26.7.06

 

Wirtschaftsanwältin entdeckt ihr Herz für Kinder zur besten Sendezeit

TiteL: Judith Kemp, Deutschland 2004

ARD, Samstag, 29.07., Spielfilm/Drama 20:15 - 21:45 Uhr

Der Film als ein Beispiel für eine tyosiche Fernsehweisheit. Gerechtigkeit kann nur mit Tricksereien hergestellt werden. Und das machen dann die Anwälte.

aus der Filmbeschreibung:

"Wirtschaftsanwältin Judith Kemp, in ihrer Kanzlei der Shootingstar, ist nicht glücklich in ihrem Job. Sie hat Familienrecht studiert und sieht ihre Berufung darin, in Not geratenen Menschen zu helfen. Obwohl sie eigentlich gar keine Zeit hat, übernimmt sie nebenher den Fall einer dreifachen Mutter, die von ihrem Mann mit einem Schuldenberg sitzen gelassen wurde. Judith versucht, den windigen Geschäftemacher zur Unterhaltszahlung zu zwingen, doch erst mit der unerwarteten Hilfe ihres Kanzleichefs Stefan, der einige nicht ganz legale Tricks anwendet, kann Judith dem Rabenvater das Handwerk legen..."

Und dann behauptet die Filmbeschreibung auch noch Authentizität: "Der Film erzählt eine bewegende, aus dem Leben gegriffene Geschichte ..."

mit

Judith Kemp: Jennifer Nitsch
Stefan Walther: Gunter Berger
Helena Traber: Gesine Cukrowski
Susanne Blau: Julia Richter
Julia Kemp: Roxanne Borski
Marco Kemp: Marc M. Metzger
Bernd Kemp: Thomas Huber
Maik Traber: Mario Irrek
Richter Krug: Dieter Mann
Anwalt Bach: Sven Pippig
Eva Traber: Soraya-Antoinette Richter


Musik: Christine Aufderhaar
Kamera: Eberhard Geick
Buch: Uwe Wilhelm
Regie: Helmut Metzger
Laufzeit: 88 Min.

5.7.06

 

Anwalt Abel als Miniserie bei 3sat

TV-Today hat für die Serie in Filmlänge den Genrebegriff Justizkrimi gefunden.
Insgesamt 14 Filme enstanden zwischen 1988 - 2001. Alternative Titel: Ein Fall für Jean Abel, Neuer Fall für Anwalt Abel Jetzt läuft eineWiederholung auf 3sat:


6. Juli
Anwalt Abel - In tödlicher Gefahr
Krimi, Deutschland 1998
Buch: Fred Breinersdorfer
Regie: Olaf Kreinsen
Länge: 89 Minuten

7. Juli
Anwalt Abel - Der Voyeur und das Mädchen
Krimi, Deutschland 1999

8. Juli
Anwalt Abel - Zuckerbrot und Peitsche
Krimi, Deutschland 2000
Buch: Fred Breinersdorfer
Regie: Christian Görlitz
Länge: 88 Minuten

 

Das Kriminellengericht tagt

Fritz Langs Vorkriegsklassiker, in dem Peter Lorre als Kindermörder eine grandioses Lehrstück zur Schuldfähigkeit (vermindert oder schuldunfähig wegen seelischer Störungen), vgl. §§ 20,21 StGB, vor einem Gericht aus Verbrechern und Ganoven liefert. Inzwischen gehört der Film zum "Filmkanon", den deutsche Kritiker und Filminstitutionen aufgestellt haben.

WDR, Nacht zum 6. Jui 2006 00:30 - 02:15 Uhr

Film: M - eine Stadt sucht einen Mörder, Deutschland 1931

 

Lückenloses Alibi hält nicht

Ein leider viel zu unbekannter Klassiker des deutschen Rechtsfilms.

ZDF, Nacht zum 6. Juli, 01:25 - 03:00 Uhr

Film: Der letzte Zeuge, Deutschland 1960 von Wolfgang Staudte (Regisseur von "Rosen für den Staatsanwalt")

3.7.06

 

Lehrstück über die Frage nach Schuld und Moral

Geschichte auf dem juristischen Prüfstand:

Der Hund des Generals

WDR, Montag, 3. Juli 2006, 23:00 - 00:50 Uhr

Die WDR Beschreibung:

"Von den 60 Soldaten eines „Himmelfahrtskommandos“, die 1943 an der Ostfront in auswegloser Lage kämpfen mussten, ist nur einer zurückgekommen: der Gefreite Pfeiffer. Er glaubt fest daran, dass der kommandierende General diesen Einsatz nur befohlen hat, um sich an ihm persönlich zu rächen. Denn Pfeiffer hatte unmittelbar vorher den Hund des Generals in Notwehr erschossen. Besteht zwischen den Ereignissen ein Zusammenhang? 20 Jahre später versucht eine Kommission, die Schuldfrage zu klären.

In den 60ern war die NS-Diktatur Thema zahlreicher Fernsehspiele des WDR. Häufig ging es dabei um Einzelschicksale, wie auch "Der Hund des Generals" aus dem Jahre 1964 zunächst vermuten lässt. Doch gleichzeitig wird die gesamte historische Diskussion der Zeit deutlich, und die Zuschauer erhalten im Widerspruch der Akteure ein gestochen scharfes Bild vom Krieg und davon, warum sich die junge Republik so schwer tun musste, die jüngste Vergangenheit zu bewältigen. Ein Lehrstück im besten Sinne über die Frage nach Schuld und Moral."

Schauspieler:
Paul Hoffmann (Rampf, General a.D.)
Werner Hessenland (Dr. Rust, sein Anwalt)
Karl Meixner (Oberstaatsanwalt)
Reinhard Glemnitz (Dr. Fillisch, Staatsanwalt)
Peter Lühr (Prof. Schweigeis, Historiker)

Regie: Franz Peter Wirth
Drehbuch: Heinar Kipphardt
Kamera: Herbert Strabel
Musik: Peter Fischer

 

Sind deutsche Richter faul?

Wenn Filme Antwort geben könnten, aber fragen kann man ja mal.

SWR, Montag, 3. Juli 2006, Magazin/Dokumentation 22:35 - 23:20 Uhr (VPS 22:30)

Titel: betrifft: Lahme Justiz - Sind deutsche Richter faul?

Aus der Filmbeschreibung:
"...Faule Richter? - Der Fälle gibt es genügend, sagen die beiden Filmemacher Erich Schütz und Detlev Koßmann, die belegen wie zäh und langwierig Gerichtsverhandlungen sich heute hinziehen. Manche Anklagen werden gar nicht mehr bearbeitet, die werden lieber in einem Deal mit der Justiz 'auf kurzem Dienstweg' erledigt. Statt komplizierter Verfahren ein Teilgeständnis, und der Täter kommt mit Bewährung davon.
'Die Justiz vor dem Kollaps' warnen jetzt auch Richter und demonstrierten erstmalig. Sie wehren sich gegen den Vorwurf der Unfähigkeit und verweisen auf massive Stellenstreichungen. Auch Fernsehrichterin Barbara Salesch warnt vor einem Missbrauch der Verteidigerrechte, trotzdem weiß sie auch aus ihrem Leben als Richterin am Landgericht Hamburg: 'Unsere Justiz ist Garant, dass unschuldige alle Chancen haben sich zu wehren - und das kann eben Zeit kosten.'"

 

Frings spielt nicht: TV-Bilder als objektive Beweise

Die Fifa hat entschieden: Torsten Frings wird für das nächste WM-Spiel nachträglich gesperrt und für ein weiteres - das Endspiel? - auf "Bewährung" gesperrt.

Aus der Pressemitteilung der Fifa:

"Für eine Verurteilung Frings sprachen die eindeutigen TV-Bilder, die seine Tätlichkeit gegenüber Cruz dokumentierten. Diese objektiven Beweismittel konnten vom DFB und vom Spieler nicht entkräftet werden."

TV-Bilder sind bei der Fifa also objektive Beweismittel. Das ist nicht immer so:

Laut dem ZPO-Kommentar von Baumbach u.a. Übers § 371, Rn. 17, 62. Aufl.: seien beim geringsten Anzeichen einer möglichen elektronischen Bildbearbeitung wegen ihrer Manipulationsgefahren größte Zurückhaltung bei der Auswertbarkeitsfrage geboten. Der Ausgangspunkt im Beweisrecht: Fotos, Viedomaterial etc. können in einem Zivilprozess als Augenscheinsbeweis gelten.

Kennt die Fifa eine solche Zurückhaltung in ihrem eigenen Rechtszug?

Zudem gibt es schon seit ein paar Jahren eine gewichtige wissenschaftliche Auseinandersetzung zum Thema Konstruktivismus (http://de.wikipedia.org/wiki/Konstruktivismus_%28Philosophie%29), aus der man lernen kann, das nicht alles so sein muss, wie man es sieht. Zentrale Frage ist, ob eine "objektive Erkenntnis" überhaupt möglich ist. Zumal, wenn es um Ereignisse geht, wo schon durch das Medium selbst eine Konstruktion von Wirklichkeit erfolgen kann.

Die Konstruktivsmuskritiker können aufhorchen: Pressemitteilung der Fifa legt nahe, das es mit der objektiven Erkenntnis ziemlich einfach ist.

Was ich sagen will: TV-Bilder als "objektive Beweismittel" zu qualifizieren, dürfte jedenfalls nicht dem im ZPO-Kommentar dokumentierten Rechtsempfinden entsprechen. Und die geschilderte Beweislastverteilung ist auch problematisch: Entlastung nicht gelungen, also schuldig.

Einen Rechtszug gibt es übrigens nicht.

29.6.06

 

Selbstjustiz als Dauerthema

Filmtitel: Im Namen der Unschuld, 1996

RTL2, Freitag, 30.06., Spielfilm/Thriller 01:45 - 03:50 Uhr

aus der Beschreibung auf RTL2:

"... Als dieser sofort die Tat gesteht, scheint der Fall überraschend schnell abgeschlossen zu sein. Vor Gericht widerruft er jedoch seine Aussage. Zudem liefert ihm seine Geliebte ein sicheres Alibi, so dass Kunze freigesprochen wird. Anna verzweifelt völlig darüber, dass der Mann, der ihr den einzigen Lebensinhalt geraubt hat, ungeschoren davonkommen soll. Sie hat inzwischen eine Affäre mit Norbert Michaelis von der Mordkommission begonnen. Nach einer gemeinsamen Nacht entwendet sie seine Dienstwaffe, um das schreckliche Verbrechen an ihrer geliebten Marie zu sühnen."

 

Mörder im Gerichtssaal erschossen

Filmtitel: Der Fall Bachmeier - Keine Zeit für Tränen, Deutschland 1984

VOX, Donnerstag, 29. Juni 2006, Spielfilm/Drama 00:15 - 02:00 Uhr

Filme nach einer wahren Begebenheitversprechen eine höhere Authentizität:

Der Fall nach der Beschreibung auf Vox.de:
"Am 6. März 1981 erschoss Marianne Bachmeier in einem Lübecker Gerichtssaal Klaus Grabowski, den Mörder ihrer Tochter Anna. Einen solchen Fall scheinbarer Selbstjustiz hatte es noch nie gegeben. Ein Fall, der bis zur Verurteilung von Marianne Bachmeier im März 1983 Story um Story lieferte.

Hark Bohm hatte den Fall seit Mai 1981 verfolgt. Im Laufe seiner Recherchen gewann er nicht nur ein Bild vom Gang der Ereignisse. Er lernte auch in zahllosen Gesprächen die handelnden Personen kennen. Er beobachtete den monatelangen Prozess gegen Marianne Bachmeier und entschied sich, den Fall zum Anlass zu nehmen, die Entwicklungsgeschichte eines Verbrechens zu erzählen.

Wie kommt eine Frau dazu, mit einer Pistole den Mörder ihres Kindes ausgerechnet dort zu erschießen, wo über ihn zu Gericht gesessen wird? Weshalb macht sich eine Frau ausgerechnet vor den Schranken des Gerichts zur Totschlägerin? Bohm behauptet nicht, dieses Rätsel lösen zu können. Er hat als Ort seiner Geschichte Hamburg gewählt, den Namen der Frau geändert. Seine Geschichte ist nun der Deutungsversuch eines sehr komplexen realen Geschehens.

Der Fall Marianne Bachmeier inspirierte auch Burkhard Driests Film "Annas Mutter" (1983). Marianne Bachmeier wurde 1985 aus dem Gefängnis entlassen und starb 1996 im Alter von 46 Jahren an Krebs."

Der Film nach der Beschreibung auf Vox.de:

"Marie Sellbach, Mutter eines siebenjährigen Mädchens, bewirtschaftet erfolgreich eine Szene-Kneipe. Dennoch ist sie oft verzweifelt und ohne Halt im Leben. Als Marie eines Morgens mal wieder nicht aus dem Bett kommt, verlässt ihre Tochter enttäuscht das Haus, um jemand zum Spielen zu suchen. Marie wird ihr Kind nie wieder sehen...

Marie Sellbach kommt aus zerstörten Familienverhältnissen. Die Kämpferin träumt von einem selbstbestimmten Leben. Sie ist jung, intelligent, sie ist schön, sie hat Witz und Härte. Sie will bedingungslose Freiheit und bedingungslose Liebe. Sie betreibt erfolgreich eine Szene-Kneipe, aber das Kapital - und damit die Verfügungsgewalt über die Kneipe - gehört ihrem langjährigen Freund. Der hat die Schnauze voll von den bedingungslosen Ansprüchen seiner Lebensgefährtin und will überhaupt weg aus einem Leben voller unerfüllter Ansprüche.

Die beiden haben ein Kind, die siebenjährige Julia - ein auf den ersten Blick ebenso resolutes Mädchen wie seine Mutter. Hinter der Resolutheit der Mutter bricht aber immer wieder die Verzweiflung des verlorenen Kindes hervor, das ohne Halt vom Leben hin- und hergerissen wird. Wie soll so eine Frau ihrem Kind am Tage Zeit widmen können? Zumal sie in den Nächten in der Kneipe den Lebensunterhalt verdienen muss. So entscheidet sich Marie Sellbach, Julia einem befreundeten Ehepaar in Pflege zu geben, das - selbst kinderlos - nichts so ersehnt wie ein Kind. Julia freut sich schon auf die Freunde.

Aber an dem Morgen, als es losgehen soll, kommt die Mutter nicht aus dem Bett. Betrunkene Streitereien hatten sie bis zum frühen Morgen daran gehindert, einzuschlafen. Enttäuscht verlässt Julia das Haus, um jemand zum Spielen zu suchen. Marie Sellbach wird ihr Kind erst als Tote wieder sehen.

In den folgenden zehn Monaten bis zum Prozess muss Marie durch ein Labyrinth von Selbstvorwürfen und Aggression. Hatte sie gehofft, dass der Prozess gegen den Mörder ihres Kindes sie selbst von Schuld freisprechen würde?"

Regie: Hark Bohm
Drehbuch: Hark Bohm


mit:
Marie Sellbach Marie Colbin
Martin Birkhoff Michael Gwisdek
Julia Christine Limbach
Tina Germer Angela Schmidt
Heimo Germer Werner Rehm
Herbert Schulz Eugeniusz Priwieziencew
Kriminalbeamter Sven Dahlem
Richter Knut Hinz
Marie Sellbachs Anwalt Rolf Nagel
Herbert Schulz' Anwalt Alexander von Eschwege

27.6.06

 

15 Jahre Gefängnis: Dokumentation über Kindermorde

Neun tote Kinder - Der Fall Sabine H.

RBB, Dienstag, heute, Magazin/Gesellschaft/Politik 22:15 - 23:00 Uhr

Nicht nur ein Film, sondern auch eine umfangreiche Dokuemnatation bis hin zum Interview mit den Autorinnen.

23.6.06

 

Arte portätiert Gesetzeshüterinnen

arte, Montag, 26.06., Magazin/Frauen 14:00 - 14:25 Uhr (VPS 14:00)

Lola - Gesetzeshüterinnen Frankreich/Deutschland 2005

(1): Nathalie Müller - Strafverteidigerin

Nach ersten Berufserfahrungen in Informatik und Handel entdeckte Nathalie Müller ihre wahre Leidenschaft: Sie begann ein Jurastudium, um Rechtsanwältin zu werden. Seit 1988 ist sie Anwältin und bearbeitet jährlich rund 100 Strafsachen, von denen etwa 30 vor das Schwurgericht kommen. Sie verteidigt Opfer, aber auch Straftäter. Für Nathalie steckt hinter jedem Straftäter auch ein Mensch. Daher versucht sie zu verstehen, was ihn auf den Weg des Verbrechens gebracht hat. 'Lola' zeichnet das Porträt einer energischen Frau, die ihren Beruf leidenschaftlich liebt.

(2): Catherine Gay-Julien - Richterin

Catherine Gay-Julien ist seit zwei Jahren Vorsitzende des Schwurgerichts im südostfranzösischen Departement Vaucluse. In diesem wichtigen Amt leitet sie die Verhandlungen und kann alle zur Wahrheitsfindung notwendigen Maßnahmen ergreifen. Das Schwurgericht verhandelt schwere Verbrechen, und in jedem Prozess ist Catherine Gay-Julien mit Menschen konfrontiert, die grauenvolle Taten begangen haben und Strafen bis zu lebenslänglicher Haft zu befürchten haben. Sie erfüllt ihre Aufgabe mit einer klugen Mischung aus Autorität, Strenge und Menschlichkeit.

(3): Gina Graichen - Kriminalhauptkommissarin

2004 wurden der Berliner Polizei zirka 400 Fälle von Kindesmisshandlungen gemeldet. Die für ihr Engagement preisgekrönte Gina Graichen leitet seit 1990 als Erste Kriminalhauptkommissarin das Berliner 'Kommissariat für Delikte an Schutzbefohlenen'. Bei ihrer ersten Ermittlung 1985 - schwere Vernachlässigung eines kleinen Jungen durch seine Eltern - wurde sich Gina bewusst, wie viel Gewalt Minderjährigen angetan werden kann. Als Mutter zweier halbwüchsiger Töchter bleibt es der erfahrenen Chefermittlerin bis heute ein Rätsel, wie man Kinder misshandeln kann. 'Lola' besucht Gina in ihrem Büro im Landeskriminalamt Berlin.

(4): Carine Hutsebaut - Profilerin

Was geht im Kopf eines Mörders vor, bevor er zur Tat schreitet? Diese Frage stellt sich Carine bei jedem neuen Fall, der ihr übertragen wird. Carine Hutsebaut ist so genannte Profilerin, das heißt Fallanalytikerin. Ihre Aufgabe ist es, das psychische Profil der Straftäter zu erstellen, indem sie deren Rituale untersucht. Sie arbeitet hauptsächlich im Auftrag der Justizpolizei. Ihre kriminalpsychologische Ausbildung erhielt sie beim FBI. Als eine der wenigen Profilerinnen in Europa hat sie sich einen hervorragenden Namen gemacht. In 15 Berufsjahren bearbeitete sie über 1.000 Fälle, vor allem Sexualverbrechen an Kindern. 'Lola' hat Carine in ihrer belgischen Heimat interviewt.

 

Berliner Anwalt kann nicht mit Kindern, taugt aber für Liebeskomödie

Titel, Endlich Urlaub, Deutschland 2005

SWR, Montag, 26.06., Spielfilm/Comedy 20:15 - 21:45 Uhr

Die Filmbeschreibung des SWR:
"Die Architektin Nora will mit ihrem neuen Freund, dem erfolgreichen Anwalt Tobias Becker, einen geruhsamen Urlaub verbringen. In den Ferien auf Kreta soll Tobias, der mit Kindern nicht so gut kann, auch einen Draht zu Noras Tochter Julia und dem kleinen Ben finden. Doch die beiden Kids können Tobias nicht riechen und es kommt noch dicker: Auf Grund einer ärgerlichen Doppelbelegung müssen Nora und Tobias sich das traumhafte Ferienhaus mit der Event-Managerin Marion und ihrem geschiedenen Mann Tobi teilen, denn beide Familien haben unter dem Namen Becker gebucht.
Zu welchen Verwicklungen die Notgemeinschaft im Ferienhaus führt, erzählt die mit viel Witz inszenierte Komödie "Endlich Urlaub!" mit Sonja Kirchberger, Hannes Jaenicke, Heikko Deutschmann und Petra Kleinert.
Der erfolgreiche Berliner Anwalt Tobias Becker (Heikko Deutschmann) will die verwitwete Architektin Nora Merz (Petra Kleinert) heiraten. Die Sache hat nur einen Haken: Tobias kann nicht mit Noras Teenagertochter Julia (Maxime Foerste), und auch zu ihrem kleinen Nachzügler Ben (Jean-Baptiste Vizmathy) findet er keinen Draht. Damit Tobias in seine künftige Vaterrolle hineinwachsen kann, hat Nora - unter heftigem Murren der Kids - einen gemeinsamen Kretaurlaub im traumhaften Ferienhaus mit Pool und Meerblick gebucht. Reif für die Insel ist auch die attraktive Event-Managerin Marion Becker (Sonja Kirchberger). Wie in jedem Jahr will sie den Sommerurlaub mit ihrem geschiedenen Mann Tobi (Hannes Jaenicke) und dem gemeinsamen Sohn Philip (Jaime Krsto) auf Kreta verbringen - und das möglichst stressfrei. Dummerweise haben beide Familien unter dem Namen "Tobias Becker" gebucht, und so kommt es zu einer peinlichen Doppelbelegung des Ferienhauses. Schon auf dem Flughafen und bei der Autovermietung sind Becker & Becker aus dem selben Grund aneinander geraten und haben sich dabei so richtig "lieben" gelernt. Während die beiden Teenys Philip und Julia schnell ihre Sympathien füreinander entdecken, erleben die Eltern zunächst das Chaos auf Kreta. Erst als die freundliche Vermieterin Maria (Adele Neuhauser) die Situation mit zwei Flaschen Raki entspannt, bahnen sich unter der griechischen Sonne neue amouröse Verwicklungen an. Bei einem ausgedehnten nächtlichen Tennismatch bemerken die quirlige Marion und der agile Tobias, dass sie auf der selben Wellenlänge liegen. Nach kleineren und mittleren Katastrophen entdeckt auch Nora ihre Gefühle zu dem bodenständigen Gärtner Tobi, der charmant ist und vor allem sensibel mit Kindern umgeht ...
Die mit leichter Hand inszenierte Komödie über Familie, Ferien und weitere Katastrophen überzeugt durch ihre vielen treffenden kleinen Randbeobachtungen in der Ausnahmesituation Urlaub. Sonja Kirchberger ("Liebe versetzt Berge - Alpenglühen 2"), Hannes Jaenicke ("Mama macht's möglich"), Heikko Deutschmann ("Suche Mann für meine Frau") und Petra Kleinert ("Doppelter Einsatz") spielen zwei Paare, bei denen die Karten neu gemischt werden. Regie führte Jan Ruzicka ("Küss mich, Tiger!") nach einem Buch von Anne-Kathrin Schulze und Andreas Pflüger."

88 min.

 

Gerichtsarchitektur und ihre Geheimnisse

In einer Serie hat sich ein Berliner Produzent vorgenommen, "Justizpaläste" zu inszenieren. z.B.:

Leipzig - Die neue Freiheit

Vilnius - Im Schatten des KGB

Palermo - Die tausend Augen der Mafia

zu sehen:
MDR, Sonntag, 25.06., Magazin/Dokumentation 12:30 - 13:15 Uhr

Im Spiegel der Macht - Europas große Justizpaläste: Palermo - Die tausend Augen der Mafia

aus der Beschreibung der Produktionsfirma:
"Dieses Gerichtsgebäude ist ein Symbol für viele Sizilianer! Zwischen dem jahrhundertealten Stadtviertel Capo und dem klobigen Justizpalast aus Mussolinis Zeiten gelegen, ist es auch architektonisch ein markantes Zeichen für den Aufbruch in eine neue Zeit. Transparent und offen in der Gestaltung, mit einem Boulevard ähnlichen Platz davor, demonstriert es selbstbewusst Bürgernähe. Noch im Bau befindlich – im Dezember 2000 – tagte hier bereits die UNO-Konferenz gegen die Organisierte Kriminalität! Seit dem wurden tausende Mafiosi vor Gericht gestellt und zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt."

 

Zivilprozess: Klassiker des amerikanischen Anwalts- und Gerichtsfilms

aus der juristichen Filmkritik "In Toxic Tort Litigation, Truth Lies at the Bottom of a Bottomless Pit" von Prof. Michael Asimow - UCLA Law School:

"The film dramatizes the human side of the litigation, while presenting the realities of complex tort litigation more successfully than any other film."

Deutscher Titel: Zivilprozess, OT: A Civil Action, USA 1998

Sat1, Sonntag, 25.06., Spielfilm/Drama 20:15 - 22:20 Uhr

 

Themen des ARD-Ratgebers Recht

Unterhaltsflucht wird bestraft / Kreditablösung häufig zu teuer / Wie hoch sind Prozesskosten? / Tipps: Aktuelle Urteile auf den Bildschirm cartooniert

ARD, Samstag, 24.06., Magazin/Mensch/Gesundheit 16:30 - 17:00 Uhr

 

Wenn sich Kanzleipartner lieben

.. und dann die Judendliebe auftaucht, die auch noch einen Fall mitbringt...

Filmtitel: Liebesschuld, Deutschland 2003

NDR, Samstag, 24.06., 22:00 - 23:30 Uhr

"Es ist ein großer Tag im Leben der jungen Hamburger Anwältin Anke Hinrichs: Sie wird Partnerin in der Kanzlei ihres idealistischen Chefs Stefan. Anke und Stefan sind nicht nur beruflich Partner, sondern auch privat ein Paar.

Da erreicht Anke mitten in der Nacht ein Anruf aus ihrem nordfriesischen Heimatdorf. Ihre Mutter Inga, die sie seit Jahren nicht gesehen und sogar vor Stefan verleugnet hat, wird nur noch kurze Zeit leben. Sie ist an Krebs erkrankt. Anke fährt nach Friesland und ist entsetzt, wie sehr Inga bereits von der Krankheit gezeichnet ist.

Nicht nur durch die Begegnung mit ihrer Mutter wird Anke plötzlich mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Sie trifft ihre große Jugendliebe wieder, den gut aussehenden Bauern Alex. Sofort fühlen sich die beiden wieder voneinander angezogen, doch zugleich liegt etwas unüberwindlich Trennendes zwischen ihnen. Ein Ereignis, das Anke dazu gebracht hatte, Alex, Inga und ihr Heimatdorf weit hinter sich zu lassen und das sie nicht vergessen kann. Eine geheimnisvolle Liebesschuld.

Dennoch erklärt Anke sich bereit, bei ihrer sterbenden Mutter zu bleiben und den verzweifelten Alex juristisch zu beraten. Dessen Schwiegereltern machen ihn für den Unfalltod seiner Frau verantwortlich und wollen ihm den Hof und das Sorgerecht für die zehnjährige Tochter Christina wegnehmen. Bald hat sich Anke mit Christina angefreundet.

Stefan und Alex erkennen sofort die Rivalen ineinander, und Stefan spürt, dass er Anke immer mehr verliert. Währenddessen bahnt sich in Nordfriesland die Entdeckung des Geheimnisses und eine Entscheidung im Streit zwischen Alex und seinen Schwiegereltern an. Da verschwindet Christina plötzlich.
mit
Anke - Bibiana Beglau
Alex - Kai Scheve
Stefan - Dominique Horwitz
Inga - Ulrike Kriener
Bertha - Monica Bleibtreu
Willi - Martin Lüttge
Sonja - Susanna Simon
Dorfarzt - Alexander May


Regie: Ulrich Stark
Kamera: Wolf Siegelmann
Musik: Birger Heymann
Drehbuch: Barbara Engelke"

21.6.06

 

Justiz auf dem Schiff hat nichts mit dem Gericht und der hohen See gemeinsam

Unterwegs mit der Gerechtigkeit - Das Gerichtsschiff im Amazonas-Delta
3sat, Freitag, 23.06., Magazin/Dokumentation 18:00 - 18:30 Uhr

"Ralf Hoogestraat hat die "Tribuna" begleitet und berichtet vom Alltag auf dem Gerichtsschiff."

 

Anwälte müssen ausgeschlafen sein

Ein Film mit einem Dilemma, wie aus der Werbekampagne des deutschen Anwaltvereins, aber dann:
"...Doch zum Glück gibt es die ausgeschlafene Anwältin Johanna Lottermeier (Johanna Bittenbinder), eine wahre Gerechtigkeitsfanatikerin..."

ARD, Donnerstag, 22.06., Spielfilm/Familien, 20:15 - 21:45 Uhr

Titel: Zwei am großen See, Deutschland 2004

 

"Die Schokoldanekönigin" hat das Klischee vom staubtrockenen Juristen parat!

Bayern, 21. Juni 2006, Spielfilm/Comedy 22:00 - 23:25 Uhr
Filmtitel: Die Schokoladenkönigin, Deutschland 2005

Der Film läuft gerade durch die dritten Programme und verbreitet folgendes Klischee.

Aus der Filmbeschreibung:

"Bei Julia hat es ebenso gefunkt, doch leider ist sie fest entschlossen, ihren Jugendfreund Wolfgang zu heiraten. Aber der staubtrockene Jurist und die sinnliche Zuckerbäckerin leben in verschiedenen Welten. Sie hasst Jogging, und er trainiert für den Marathon. Der Kostverächter rührt ihre unwiderstehlichen Torten nicht an und erinnert sie ständig ans Abnehmen."

Das Fazit aus der Filmbeschreibung,
Juristen sind:

- nicht sinnlich
- erfolgsorientiert (Marathon!!!) - die typische Ratgeberantwort für ein Hobby im Bewerbungsgespräch
- Kostverächter und genießen nicht
- gehen auf die Nerven (Mahnen ständig)

Regie: Matthias Kopp
Drehbuch: Daniel Maximilian und Thomas Pauli,
nach dem Roman "Flusspferde küsst man doch" von Britta Blum

19.6.06

 

Strafmaß in den 30ern: 7 Jahre Deportation für gefälschten Scheck

Montag, 19. Juni 2006, Spielfilm/Liebe 14:10 - 15:50 Uhr

Filmtitel: Zu neuen Ufern, Deutschland 1937

«Die Sängerin Gloria Vane ist der umjubelte Star des Londoner Adelphi-Theaters. Ihr Geliebter Albert Finsbury lebt auf allzu großem Fuß, so dass ihm sein reicher Freund Bobby Wells immer wieder aushelfen muss. Eines Tages fälscht Albert einen Scheck Bobbys. Dann schifft er sich nach Australien ein, um dort als Offizier Karriere zu machen. Beim Abschied verspricht er Gloria, sie bald nachzuholen. Als die Fälschung entdeckt wird, nimmt Gloria die Schuld auf sich. Ein Gericht verurteilt sie zu sieben Jahren Deportation in eine Strafanstalt bei Sydney. Für die weiblichen Häftlinge dort gibt es nur eine Chance, vorzeitig freizukommen: wenn ein Mann sie heiratet. Dieser Mann könnte für Gloria der junge Farmer Henry sein. Er ist ihr nicht unsympathisch, und doch treibt es sie zu Albert. Doch als sie zu ihm flieht, feiert er gerade Verlobung mit einer Gouverneurstochter.

Schauspieler: Zarah Leander (Gloria Vane)
Willy Birgel (Albert Finsbury)
Viktor Staal (Henry)
Erich Ziegel (Dr. Hoyer)
Regie: Detlef Sierck

 

Lebensträume: Anwalt wird Koch

Filmtitel, Im Zweifel für die Liebe, Deutschland 2004

3sat, Montag, 19. Juni 2006 Spielfilm/Liebe 20:15 - 21:45 Uhr


Spielfilm, Deutschland 2004
Regie: Johannes Fabrick
(Videotext-Untertitel)
Länge: 89 Minuten

"Eigentlich wollte der Anwalt und passionierte Hobbykoch Rainer Maria Beerlitz ein kleines Hotel am Meer eröffnen, tagsüber Gäste verwöhnen und nachts mit seiner Frau Sandra im Mondschein schwimmen. Doch 17 Ehejahre späterliegen die Pläne noch immer auf Eis. Sandra hat genug von den Versprechungen ihres Mannes und reicht die Scheidung ein. Rainer Maria glaubt fest daran, seine Frau zurückzuerobern, wenn er endlich das Hotel unter Palmen eröffnet. Also kündigt er seinen Anwaltsjob und macht ein Praktikum als Profikoch. Als Sandra bemerkt, dass es ihrem verträumten Mann ernst ist, kommt es zu einer zärtlichen Versöhnungsnacht. Doch Rainer Maria muss einsehen, dass seine Frau inzwischen ihr eigenes Leben lebt.
Elmar Wepper und Saskia Vester in einer beschwingten Komödie über unverwirklichte Lebensträume."

 

Ehegelöbnis erlaubt Affären: Anwalt entscheidet sich dennoch für Karriere

ein Film aus einer arte-Reihe zu Carl Theoder Dreyer: http://www.arte-tv.com/de/film/1238314.html

Montag, 19. Juni um 22:10
Filmtitel: Gertrud

Regie und Buch: Carl Theodor Dreyer
Kamera: Henning Bendtsen, Arne Abrahamsen
Schnitt: Edith Schlüssel
Musik: Jørgen Jersild, Grethe Risbjerg Thomsens
Produzent: Jørgen Nielsen
Produktion: Palladium Film
Mit: Nina Pens Rode - (Gertrud Kanning), Bendt Rothe - (Gustav Kanning), Ebbe Rode - (Gabriel Lidman), Baard Owe - (Erland Jansson), Axel Strøbye - (Axel Nygen), Vera Gebuhr - (Dienstmädchen der Kannings), Anna Malberg - (Mutter von Kanning), Edouard Mielche - (Rector Magnificus)

"Die ehemals berühmte Sängerin Gertrud und der bekannte Anwalt Gustav Kanning planen zu heiraten. Doch statt sich im Rahmen ihrer Hochzeit ewige Treue zu versprechen, geloben sie sich gegenseitige Freiheit, sollten sie eines Tages erkennen, dass ihre Liebe verblasst ist. Einige Jahre später macht Gertrud von ihrem Recht Gebrauch... - Zweiter Teil der Reihe mit Filmen von Carl Theodor Dreyer.
Die ehemalige Sängerin Gertrud und ihr zukünftiger Ehemann, der bekannte Anwalt Gustav Kanning, sind ein glückliches Paar. Trotzdem gewähren sie sich eine kleine Sicherheitsklausel in ihrem Ehegelöbnis: Sollte ihre Liebe eines Tages nachlassen, hat jeder der beiden die Freiheit, sie anderweitig wieder aufblühen zu lassen. Einige Jahre später ist es tatsächlich soweit: Gertrud muss feststellen, dass ihr Mann sich mehr für seine Karriere als für sie interessiert, und beruft sich auf ihr Recht auf Liebe. In der Hoffnung, ihre Gefühle außerhalb der Ehe erwidert zu finden, beginnt sie eine Affäre mit dem jungen Musiker Erland Jansson, für den sie schließlich sogar ihren Mann verlässt. Wenig später trifft sie einen früheren Liebhaber wieder, den berühmten Schriftsteller Gabriel Lidman. Doch diesmal entscheidet sie sich, ihrem zweiten Partner treu zu bleiben, und lässt sich nicht auf eine weitere Affäre mit Lidman ein. Diese Entscheidung wird ihr allerdings nicht gedankt: Nur wenig später betrügt sie der flatterhafte Musiker Jansson seinerseits...

"Gertrud" ist der letzte der fünf Spielfilme, die Carl Theodor Dreyer als Tonfilm realisiert hat. Die Geschichte einer Frau, die sich aus den Zwängen ihrer großbürgerlichen Ehe zu befreien versucht, verdichtet die Motive, die Dreyer schon in seinen vorangehenden Werken behandelt. Die Heldin wird zum Opfer, wie schon in "Tag der Rache" (1943), einem weiteren seiner Hauptwerke (am 21.06.2005 auf ARGERTRUD1.jpg.imageDataTE zu sehen). Das Außergewöhnliche an "Gertrud" ist die rigorose Konzentration auf das Wesentliche: Der Film ist stilistisch ebenso kompromisslos wie seine Hauptperson und stieß zu seiner Entstehungszeit durch seinen langsamen Rhythmus, seine langen Einstellungen und das sparsame Dekor noch weitgehend auf Unverständnis. Was die Anhänger der Nouvelle Vague sofort erkannten, wurde für viele erst nach Dreyers Tod evident: die radikale Modernität dieses Meisterwerks. "Gertrud" ist jedoch - wenn auch weit entfernt von der naturalistischen Tradition - jenseits des typischen Dreyer-Stils einzuordnen, den der Filmemacher 1928 durch seinen großen Stummfilm "Die Passion der Heiligen Johanna" prägte. Flüssige Kamerafahrten und schnelle Schnitte zwischen den extremen Nahaufnahmen Johannas und ihres Inquisitors machten den Film zu einem Meilenstein der Filmgeschichte und brachten Dreyer den Ruf eines der bedeutendsten Filmemacher seiner Zeit ein."

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Gertrud - Montag, 19. Juni 2006 um 22:10
Tag der Rache - Mittwoch, 21. Juni 2006 um 23:30
Das Wort - Mittwoch, 28. Juni 2006 um 22:40
Michael - Freitag, 30. Juni 2006 um 00:30

 

Journalistikstudenten sollen Todesurteil abwenden

Sat1, 19. Juni 2006 Spielfilm/Drama 20:15 - 22:10 Uhr

Filmtitel: Meine Tochter ist keine Mörderin, Deutschland / USA 2002

"Mordverdacht! Blutverschmiert wird die junge Mutter Stefanie von der Polizei abgeführt. Ihr wird vorgeworfen, ihren kleinen Sohn erschossen zu haben. Sie selbst kann sich nur schemenhaft an das Geschehene der vergangenen Nacht erinnern, soll aber angeblich bei der Vernehmung bereits ein Schuldgeständnis abgelegt haben. Stefanie, die mit ihrem Mann Sheldon und der gemeinsamen Tochter Wanda in Kalifornien lebt, droht nun die Todesstrafe - so zumindest fordert es der knallharte, karrierebesessene Staatsanwalt Thompson. Regine Sommer ist Stefanies Mutter, lebt im fernen Berlin und erfährt eher durch Zufall von der schrecklichen Katastrophe: Sie sieht auf dem Bildschirm eines Elektronikgeschäftes Ausschnitte einer US-Live-Sendung - ihre Tochter wird des Mordes angeklagt! Regine reist sofort nach Kalifornien, kommt aber zur Beerdigung ihres Enkels zu spät. Auf dem Friedhof trifft sie ihre andere Tochter Dorothea sowie Stefanies Ehemann Sheldon und dessen Familie - sie begegnen Regine mit Kälte und Abneigung und sind von Stefanies Schuld überzeugt, da alle Indizien gegen sie sprechen. Regine ist hin- und hergerissen: Ist ihre Tochter zu einem solchen Verbrechen überhaupt fähig? Welches Motiv hätte sie haben sollen? Angeblich soll es Streit zwischen Stefanie und ihrem Mann um das Sorgerecht gegeben haben, in der Ehe kriselte es. Regine will das alles nicht glauben und versucht herauszufinden, was wirklich geschehen ist. Von Dorothea wird sie zunächst kaum unterstützt: Sie wirft ihrer Mutter vor, sie und ihre Schwester nach der Scheidung vernachlässigt zu haben. Auch Stefanies Nachbarn und gute Freunde Cathy und Robert Field tun nichts, um Stefanie zu entlasten. Pflichtverteidiger Bernard Quinn ist die letzte Chance - doch auch er schafft es nicht, den Tatverdacht zu entkräften: Stefanie wird schuldig gesprochen. Es bleiben nunmehr nur noch zehn Tage bis zur Verkündung des Strafmaßes - droht die Todesstrafe? Unterstützt von einer Gruppe Journalistik-Studenten, die alle an Stefanies Unschuld glauben, wird der Tathergang noch einmal akribisch rekonstruiert. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt ..."

Schauspieler: Nina Petri (Regine Sommer)
Maria Simon (Stefanie Ernst-Adams)
James Russo (Bernard Quinn)
Petra Wright (Dorothea Ernst)
Danelle Paige (Wanda Adams)
Jay Acovone (Ralph Thomson)
Rick Otto (Robert Field)
Katarina Cerio (Cathy Field)
Regie: Sherry Hormann
Drehbuch: Rodica Döhnert
Kamera: Hanno Lentz
Musik: Martin Todsharow

 

Sardinien, Genua, Hamburg, USA, Italien: Visualisierter Subventionsbetrug

"Zollfahnder Zaluskowski ist einem Subventionsbetrug auf der Spur: Große Mengen Pecorino-Käse aus Sardinien werden über Genua und Hamburg in die USA verschifft und im Kreislauf zurück nach Italien.

Eine Gruppe von Käsehändlern nutzt die Verordnungen der Europäischen Gemeinschaft, nach denen bei Ausfuhr von hochwertigem Schafkäse Subventionen gezahlt werden. Mit Hilfe ihrer italienischen Kollegen von der Guardia di Finanza entdecken die Hamburger Zöllner, dass die Unmengen von Schafkäse mit deutschem Milchpulver angereichert werden. Paradoxerweise kann aber der Leiter des Forschungsamtes für Molkereiprodukte in Kassel, Professor Brunner, durch seine scheinbar wissenschaftliche Analyse das Gegenteil beweisen, wonach die ihm vorgelegten Proben aus reiner Schafmilch bestehen."

Filmtitel: Schwarz Rot Gold, Hammelsprung 1990

NDR, Montag, 19. Juni Spielfilm/Kriminal 21:40 - 23:25 Uhr

 

Anwalt will Tochter frei kaufen

... doch die Liebe siegt. Dr. Heinrich Cohen ist ein angesehener Anwalt mit gut gehender Kanzlei, in der auch Tochter Miriam erfolgreich als Steuerberaterin arbeitet. Diese verliebt sich in den mittellosen Kai, also zitiert der Anwalt Kai in seine Kanzlei und bietet ihm einen dicken Scheck an, falls er den Kontakt zu Miriam abbricht.

Bemerkenswert: Die Kritik auf der RTL-Website ist unerwartet offen. "Ist es tatsächlich so ungewöhnlich, wenn sich ein schnuckliger Mann in eine mollige Frau verliebt? Für die RTL-Autoren anscheinend schon. Sie bastelten aus dieser Prämisse einen „Problemfilm“ in Gestalt eines rührseligen Bravo-Fotoromans."

Filmtitel: Die Hässliche, Deutschland 2000

RTL, Montag, 19. Juni 2006 Spielfilm/Drama, 20:15 - 22:10 Uhr

 

Wenn Mandanten bei Anwälten wohnen

Filmtitel: Die Rückkehr des Vaters, Deutschland 2003

ZDF, Montag, 19. Juni 2006 20:15 - 21:45 Uhr
Der zweite Teil wird am Dienstag, 20. Juni 2006, 20.15 Uhr, ausgestrahlt.

Nur mühsam gelingt es dem als Mörder verurteilten Heinrich Giese nach 27 Jahren das Universum Gefängnis zu verlassen, seine Familie neu kennen zu lernen und, unterstützt von einem jungen Anwalt, seine Unschuld zu beweisen. Eine dramatische wie emotionale Geschichte um Vaterpflichten, Vertrauensfragen und Vorurteile. Die Welt draußen ist erschreckend groß, scheinbar zu groß für Heinrich Giese. Wo soll er hin? Bei einem Versuch, wieder eingesperrt zu werden, lernt er den jungen Rechtsanwalt Paul Trautner kennen und quartiert sich auf geschickte Weise bei ihm ein. Der komische Kauz wächst Paul ans Herz. Und so hilft er dem Alten bei seinem größten Wunsch: Heinrich möchte seine Kinder Jakob und Laura wiederfinden. Doch Heinrich weckt nicht nur Pauls Mitgefühl, sondern auch dessen Ehrgeiz. Heinrich Giese wurde 1976 wegen Mordes an seiner Frau Elena verurteilt, doch bei den Ermittlungen gab es viele Rätsel. Warum verweigerte Heinrich die Aussage? Hatte er wirklich Amnesie? Und warum konnte ausgerechnet der Staranwalt Claasen, Elenas Chef, ihn nicht retten?

Länge: 90 min

Regie: Jörg Grünler
Buch/Autor: Silvia Napolitano, Alberto Simone
Kamera: Volker Tittel
Musik: Marcel Barsotti

Darsteller:
Heinrich Giese - Vadim Glowna
Paul Trautner - Wotan Wilke Möhring
Laura Bernstorff - Sophie von Kessel
Jakob Bernstorff - Uwe Bohm
Beatrice Bernstorff - Deborah Kaufmann
Clara - Florentine Lahme
Claasen - Hans Peter Hallwachs
Martin - Peter Franke
Schneider - Alexander May

15.6.06

 

Staatsanwälte und Gerichtsreporterin klären Mord im Kinderstrichmilieu auf

"... Schnell bringt der leitende Staatsanwalt Thomas Kopper mit Hilfe seiner Kollegin Angelika Sawade, seines Assistenten Kaki und der Gerichtsreporterin und engen Vertrauten Karin Kastner mehr Licht in diese soziale Grauzone."

TV-Movie: Verkaufte Unschuld - Der Killer vom Kinderstrich, Deutschland 1998

Sat1, Nacht vom Samstag 17.06. zu Sonntag, 18.06., 00:20 - 02:00 Uhr

Die Beschreibung des Senders:

Die Berliner Highsociety schreckt auf: Der Prominentenjuwelier Karl Friedrich Nussbaum wird erdrosselt in einer Baugrube am Potsdamer Platz aufgefunden. Die Obduktion ergibt, dass er kurz vor seinem Tod einen Samenerguss hatte. Der Mord an dem erfolgreichen Geschäftsmann zerreißt ein feines Gespinst aus Lug und Trug. Mit seiner Stiftung "Pro Futura" mimte Nussbaum jahrelang den sozial engagierten Geschäftsmann und verbarg erfolgreich seinen Hang zu jugendlichen Strichern, den er nachts im Schatten der Baukräne befriedigte. Schnell bringt der leitende Staatsanwalt Thomas Kopper mit Hilfe seiner Kollegin Angelika Sawade, seines Assistenten Kaki und der Gerichtsreporterin und engen Vertrauten Karin Kastner mehr Licht in diese soziale Grauzone. Baustellenwächter Erich hat gegen ein Schmiergeld einmal wöchentlich Nussbaum und den zwei jungen Strichern Jojo und Toaster Zutritt zur Baustelle gewährt. Rasch sind auch die beiden Jungen gefunden. Jojo legt sogar ein Geständnis ab, präsentiert dann jedoch einen Kinderausweis, der zeigt, dass er nicht einmal 14 Jahre alt ist - strafunmündig! Dr. Mandlik, Koppers Vorgesetzter, ist trotzdem zufrieden und informiert die Presse: Der Mord ist aufgeklärt, die Fassade wieder hergestellt - aber nicht für Kopper. Jojos Kinderausweis ist perfekt gefälscht - ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Kids nur Spielbälle in einem schmutzigen Geschäft sind. Welche Rolle spielt Tamara Tyler, die Witwe des Juweliers und ehemalige Musical-Sängerin, die sich durch den Mord in die Öffentlichkeit spielt, weil ihre beste Zeit längst vorbei ist? Tamara gesteht Kopper, dass sie kaum etwas erben wird und dass ihr Mann kurz vor seinem Tod alles vorbereitet hatte, um auf die Cayman Inseln zu flüchten. Jahre zuvor hatte er sich vor der Pleite gerettet, indem er windige Geschäftspartner wie den Anwalt Lang in seine ominöse Stiftung aufnahm, an die Nussbaums ganzes Vermögen geht. Spuren des Verbrechens führen Kopper nach Antwerpen, dem internationalen Handelszentrum für Diamanten, und zur "Villa Schlummerland", einem Heim für obdachlose Kinder, das von dem Sozialarbeiter Kolman im Sinne Nussbaums geleitet wurde. Der ermordete Juwelier als Kopf einer Geldwäscher-Organisation? Die beiden Kids, Jojo und Toaster, befinden sich als Mitwisser in höchster Gefahr ...

 

Todesurteil und Begnadigungsausschuss

Filmtitel: Last Dance, USA 1995

Super RTL, Samstag, 17.06., Spielfilm/Thriller 22:00 - 00:05 Uhr

"CindyLiggett sitzt wegen Mordes im Gefängnis. Ihr droht die Todesstrafe. MehrereMale wurde der Exekutionstermin verschoben. Jahre sind vergangen. Und immerwieder kam in Cindy die Hoffnung auf, dass ihr das Schicksal der Todesstrafeerspart bleibt. Doch schließlich, nach etlichen Jahren, ist es soweit. CindysExekutions-Termin steht fest. Gerade als sich die Frau, die ihre Tat nichtbestreitet, wohl aber gegen die Schwere des Urteils angegangen ist, mit ihremLos abfindet, verliebt sie sich. Ausgerechnet in den Mann, der für Gerechtigkeitkämpft: Rick Hayes, Novize in einem Anwaltsbüro und Mitglied des Begnadigungsausschuss.Ist das Urteil tatsächlich gerecht? Rick lernt Cindy kennen und verliebtsich ebenfalls in sie. Jetzt muss er kämpfen. Es bleibt nur wenig Zeit, umden Richter vom Todesurteil abzubringen. Kann Rick Cindy retten?"

einige weitere Filme zum Thema Todesstrafe aus Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Todesstrafe#Aktuelle_Daten_und_Fakten_zur_Todesstrafe:


* 1931 „M - Eine Stadt sucht einen Mörder“ von Fritz Lang mit Peter Lorre
* 1957 „Die 12 Geschworenen“ von Sidney Lumet mit Henry Fonda
* 1957 „Wege zum Ruhm“, von Stanley Kubrick mit Kirk Douglas und Ralph Meeker
* 1958 „I Want to Live“ (Lasst mich leben) von Robert Wise mit Susan Hayward und Simon Oakland
* 1967 „Kaltblütig“ von Richard Brooks mit Robert Blake, John Forsyth
* 1973 „Deux hommes dans la ville“ (Endstation Schafott) von José Giovanni mit Jean Gabin, Alain Delon
* 1987 „Ein kurzer Film über das Töten“ von Krzysztof Kieślowski mit Mirosław Baka und Krzysztof Globisz
* 1989 „Bangkok Hilton“ von Ken Cameron mit Nicole Kidman
* 1995 „Dead Man Walking“ von Tim Robbins mit Susan Sarandon und Sean Penn
* 1996 „Die Kammer“ von James Foley mit Chris O'Donnell und Gene Hackman
* 1998 „True Crime“ (Ein wahres Verbrechen) von Clint Eastwood mit Clint Eastwood, Isaiah Washington IV.
* 1999 „The Green Mile“ von Frank Darabont mit Tom Hanks und David Morse
* 2000 „Dancer in the Dark“ von Lars von Trier mit Björk und Catherine Deneuve
* 2002 „Das Leben des David Gale“ von Alan Parker mit Kevin Spacey und Kate Winslet
* 2003 „Monster“ (über den Fall Aileen Wuornos) von Patty Jenkins mit Charlize Theron und Christina Ricci
* 2005 „Henker“ mit Nikolaj Coster-Waldau und Steven Berkoff

 

Junger Sozius hintergeht seinen Chef

2 Bad Lawyers im Film, einer treibt mörderische Geschäft und der junge Sozius hintergeht seinen Chef:

" Kommissar Anton Stein hat sich geschworen, seinen Erzfeind zur Strecke zu bringen: Phillipp Janot, den Anwalt mit den eleganten Manieren und den mörderischen Geschäften. Doch Steins erfolglose SOKO wird aufgelöst und Janots Geschäfte gehen weiter. Eine Waffenlieferung muss nur noch von einer korrupten Kommission genehmigt werden. Der Anwalt lässt außerdem den genialen Waffenkonstrukteur Nigel Finley „entführen“, der in Italien für eine Rüstungsfirma arbeiten soll, deren Aktien die Bank des Vatikans hält. Aber auch der arabische Diplomat Elmadi ist an Finley interessiert. Stein lässt in den Ermittlungen nicht locker.

Da explodiert vor seinem Haus eine Autobombe, tötet Frau und Tochter und verletzt ihn selbst schwer..."

aber:

"... Janot hat eigene Probleme: Kardinal Calvino warnt ihn vor Elmadi und sein junger Sozius Dr. Stoller betrügt ihn mit der Geliebten und mit Geschäftspartne


Filmtitel: Ein Mann steht auf, Deutschland 1999, TV-Movie, 2 Teile

MDR, Nacht von Freitag, 16.06. zu Sonnabend 17.06., Spielfilm/Thriller 00:05 - 01:35 Uhr

14.6.06

 

Jura macht Spaß: Anwaltskino in Köln

Von Anwaltsbildern und Gerechtigkeit

Initiiert vom Kölner Anwaltsverein und seinem Vorsitzenden Rainer Klocke soll das Anwaltskino, das sich im Vorfeld des Anwaltstgaes 2006 im Kölner Kino etabliert hatte, in eine zweite Runde gehen. Das berichtete die Kölner Rundschau in einer Ausgabe vom 23. Mai 2006.

Im Anwaltskino werden Gerichts- und Justizfilme mit juristischem Rahmenprogramm wie Experten-Diskussion oder Vorträgen kombiniert.

Die Kölner Rundschau berichtet von einer "interessanten Diskussion" und sieht das Kino schon als Hörsaal, so mache Jura für Laien und Profis Spaß.

Der Journalist jedenfalls ging nach "Die 12 Geschworenen" mit der Erkenntnis, dass die verschiedenen Prozessordnungen immer nur Annäherungen an die Gerechtigkeit sein können nach Hause.

Themen, die der Film aufwarf: Prozessordnungen, System der Strafzumessung, aufwendige Prozessvorbereitung in Amerika und das Präparieren von Zeugen, Geld und Medien als Einflußfaktoren für die Wahrheitsfindung.

 

Umworbener Strafverteidiger

Starlet und inhaftierter Star buhlen um die Gunst des Strafverteidigers Billy Flynn. Sein Ruf: für ein entsprechendes Honorar könne er jeden Fall gewinnen.

Titel: Chicago, Kanada/USA 2002

Pro7, Donnerstag, 15.06., Spielfilm/Musik 20:15 - 22:20 Uhr

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